TVcentral V2:Aufnahmen schneiden
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Von TVcentral V2 angefertigte Aufnahmen lassen sich unmittelbar über die TVcentral-Oberfläche schneiden. Damit wird ermöglicht, einzelne Abschnitte aus einer Aufnahme zu extrahieren und so z.B. erwünschte Inhalte von unerwünschten Inhalten (Werbung...) zu trennen. Neben der Möglichkeit, die Schnittarbeit manuell durchzuführen, besteht seitens TVcentral auch die Möglichkeit, den Prozess, zumindest für einen Großteil der angefertigten Aufnahmen, automatisieren zu lassen.
Beide Möglichkeiten basieren auf den selben Grundprinzipien. Innerhalb einer Aufnahme werden im zeitlichen Kontext die Punkte gesucht, an welchen sich erwünschte Inhalte und unerwünschte Inhalte voneinander trennen. Die Schnittpunkte lassen sich dabei in zwei Gruppen aufteilen.
Startpunkte oder auch Startmarken stellen die Punkte dar, an welchen unerwünschte Inhalte in erwünschte Inhalte übergehen. Wird ausschließlich eine Startmarke innerhalb einer Aufnahme betrachtet, so wird alles, was sich vor der Startmarke befindet verworfen (unerwünschter Inhalt), während das Nachfolgende den Inhalt darstellt, welcher extrahiert wird (erwünschter Inhalt). Dies würde prinzipiell jedoch bedeuten, dass grundsätzlich all das extrahiert werden würde, was sich zwischen der Startmarke und dem Aufnahmeende befindet.
Um diese Einschränkung aufzuheben, gibt es neben Startmarken die sogenannten Endmarken. Sie definieren das Ende von Abschnitten erwünschten Inhalts. Wird innerhalb einer Aufnahme eine Start- und eine Endmarke gesetzt, so wird all das extrahiert, was sich zwischen der Start- und der Endmarke befindet.
Da sich erwünschte Inhalte zwischen zwei Marken eingrenzen lassen, besteht damit implizit auch die Möglichkeit, mehrere Start- und Endmarken in einer Aufnahme zu setzen, um mehrerer Abschnitte erwünschten Inhalts zu extrahieren. Begonnen wird mit einer Startmarke, auf welche eine Endmarke folgen muss. Auf die Endmarke kann dann eine weitere Startmarke folgen usw.. So lässt sich beispielsweise im vorderen Teil und im hinteren Teil der Aufnahme ein erwünschter Inhalt extrahieren. Das Resultat ist eine neue Aufnahmedatei, welche den vorderen Teil und den hinteren Teil in unmittelbarer Folge beinhaltet. Alles, was sich vor dem vorderen Teil, zwischen den beiden Teilen und hinter dem hinteren Teil befindet, wird verworfen. Die Ursprungsdatei, an welcher der Schnitt erfolgte, bleibt unangetastet. Nach dem Schnitt bestehen also zwei Dateien - die unangetastete Originalaufnahme und ein Ausschnitt aus der Originalaufnahme.
Die gesetzten Start- und Endmarken innerhalb einer Aufnahme werden unter dem Oberbegriff der Schnittliste zusammengefasst. Die zu Beginn erwähnten zwei Schnittmöglichkeiten unterscheiden sich dabei in der Quelle, aus welcher Schnittlisten stammen.
Automatischer Schnitt (Directors Cut)
Im Rahmen des automatischen Schnittes werden die zum Schneiden benötigten Schnittlisten von Dritten bezogen. Ein manuelles Anfertigen von Schnittlisten (Setzen von Schnittstart- und endmarken) ist dabei nicht nötig. Das Unternehmen cy.control stellt für die Sendungen der gängisten TV-Sender Schnittlisten zur Verfügung. Die Generierung der Schnittlisten erfolgt dabei durch Mitarbeiter des Unternehmens, die auf modernste Technologie zum bildgenauen Setzen der TVMarker zurückgreifen. Die verfügbaren Schnittlisten bieten dabei im Wesentlichen die Funktionen
- Extrahieren der zugehörigen Sendung aus dem Aufnahmematerial (Anfang und Ende der Sendung stellen Anfang und Ende der geschnittenen Aufnahme dar)
- Entfernen von Werbeblöcken und
- Entfernen von wiederholenden Passagen (nach Werbeblöcken werden oft nochmals einige Sekunden der Sendung abgespielt, welche schon vor dem Werbeblock gezeigt wurden)
an, so dass als Ergebnis eine werbefreie und zusammenhängende Sendung resultiert.
Mit TVcentral ist es möglich, die von cy.control angefertigten Schnittlisten aus dem Internet herunterzuladen und zum Schnitt der zugehörigen Aufnahme anzuwenden. Dazu werden von TVcentral Informationen an einen Schnittlistenserver gesendet, die zur Ermittlung der korrekten Schnittliste benötigt werden (Name der aufgenommenen Sendung, TV-Kanal, Aufnahmezeit). Ein Internetanschluss stellt also eine Grundvoraussetzung dar, um den automatischen Schnitt verwenden zu können. Liegt eine passende Schnittliste vor, so wird sie heruntergeladen und der automatische Schnitt wird gestartet.
Der Bezug von Schnittlisten auf diesem Wege ist allerdings nicht kostenlos. Es ist eine geringe jährliche Gebühr zu entrichten. Die genauen Konditionen sind dem Artikel TVcentral V2 Lizenzierung und der Internetpräsenz von Sceneo zu entnehmen. Für welche Sendungen Schnittlisten angeboten werden, kann über die Internetpräsenz von cy.control ermittelt werden.
Verwenden des automatischen Schnitts
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Der automatische Schnitt ist in seiner Verwendung äußerst simpel. Der Zugang erfolgt über den Mediencenterbereich. Unter dem Menüpunkt Filme -> Videos schneiden sind sowohl manueller, als auch automatischer Schnitt zu erreichen. Im linken Teil der Oberfläche werden alle verfügbaren Aufnahmen aufgelistet, welche geschnitten werden können. Um eine Aufnahme dem automatischen Schnitt zuzuführen, wird Diese selektiert, bevor rechts unten der Punkt Automatisch ausgewählt wird. Dies kann entweder durch Navigation auf den Punkt erfolgen oder durch Drücken der roten Taste. Zudem wird die Dateigröße der zu schneidenden Aufnahme angezeigt. Dies ist eine wichtige Größe, denn das Resultat des automatischen Schnittes stellt eine neue Datei dar, welche ungefähr denselben Speicherplatz belegt, wie die zu schneidende Aufnahme (je nach Verhältnis von erwünschtem und unerwünschtem Inhalt innerhalb der selektierten Aufnahme). An dieser Stelle ist demnach immer genügend freier Speicherplatz einzukalkulieren. Auch eine wichtige Kenngröße ist die angezeigte Aufnahmezeit. Die von cy.control bereitgestellten Schnittlisten sind ca. zwei Monate lang verfügbar. Ist eine Aufnahme bereits älter, so kann dies dazu führen, dass keine passende Schnittliste mehr vorliegt. |
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Wurde der Automatisch-Knopf betätigt oder die rote Taste gedrückt, so wird eine - zur gewählten Aufnahme - passende Schnittliste gesucht. Dazu wird, wenn noch nicht vorhanden, eine Internetverbindung aufgebaut und zunächst die Aktivierung der Schnittlistenlizenz überprüft. Dies und der eigentliche Suchvorgang kann einige Minuten (meist aber deutlich weniger als eine Minute) in Anspruch nehmen. Im Anschluss wird eine Auflistung passender Schnittlisten angezeigt. TVcentral V2 bewertet die zur Verfügung stehenden Schnittlisten dabei gründlich, so dass die gewünschte Schnittliste mit größter Wahrscheinlichkeit ganz oben steht. Um den Schneidevorgang zu starten, wird lediglich die passende Schnittliste selektiert und mit der OK-Taste (RETUTRN) bestätigt. |
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Der Schneidevorgang setzt sich aus zwei Schritten zusammen und läuft vollkommen automatisch ab. In einem ersten Schritt wird die Aufnahmedatei untersucht. Innerhalb der Aufnahmedatei werden die benötigten Start- und Endmarken gesetzt, welche die Bereiche erwünschten Inhalts von Bereichen unerwünschten Inhalts abgrenzen. Gesetzte Schnittmarken werden unter dem Statusbalken in Textform angezeigt. Im zweiten Schritt erfolgt der eigentliche Schnitt der Aufnahmedatei. Es werden dabei alle Bereiche zusammengeschnitten, welche sich zwischen einer Start- und einer Endmarke befinden. Sollte die Aufnahmedatei nicht die komplette Sendung enthalten, welche herausgeschnitten werden soll (dies bedeutet implizit, dass nicht alle definierten Start- und Endmarken innerhalb der Aufnahmedatei gesetzt werden können), so ergibt sich schlussendlich eine Datei, welchen den Inhalt aufweist, der erfolgreich herausgeschnitten werden konnte. |
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Wurde der Schneidevorgang erfolgreich abgeschlossen, ist im Rahmen eines Auswahldialoges festzulegen, wo die geschnittene Aufnahme zukünftig innerhalb der TVcentral-Oberfläche erscheinen soll. Zur Auswahl steht der Bereich Meine Aufnahmen oder der Bereich Filme A-Z. Ersteres stellt die Auflistung von getätigten Aufnahme dar, in welcher sich auch die ursprünglich zum Schnitt ausgewählte Aufnahme befindet, während Filme A-Z ein Synonym für den Archivbereich darstellt, welcher im Rahmen der Einstellungen des FullTime-Plugins Videostudio MpgEdit festgelegt wurde. Der Archivbereich ist standardmäßig auf Filme eingestellt, weshalb eine geschnittene Aufnahme bei der Dialogauswahl von Filme A-Z später unter Filme -> Filme A-Z erscheinen würde.
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Manueller Schnitt
Der manuelle Schnitt unterscheidet sich vom automatischen Schnitt durch den fehlenden Komfort im Setzen der benötigten Schnittmarken. Während diese Aufgabe beim automatischen Schnitt vollkommen ohne Anwender-Zutun von statten geht, sind die Schnittmarken beim manuellen Schnitt selbst zu setzen.
Verwenden des manuellen Schnitts
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Der manuelle Schnitt ist über den Mediencenterbereich über den Menüpunkt Filme -> Videos schneiden zu erreichen. Im linken Bereich der Oberfläche sind all die Aufnahmen gelistet, welche geschnitten werden können. Um eine Aufnahme dem manuellen Schnitt zuzuführen, ist diese zunächst in der Aufnahmeliste zu selektieren, bevor rechts unten der Punkt Manuell bestätigt oder alternativ die grüne Taste gedrückt wird. Nach einer kurzen Ladephase erscheint dann die Oberfläche zum Setzen von Schnittmarken. |
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Die Schnittoberfläche lässt sich in drei Abschnitte partitionieren. Das Setzen von Schnittmarken geschieht durch zwei aufeinanderfolgende Schritte. Zunächst wird die Zeitleiste an die Stelle bewegt, an welcher eine Schnittmarke eingefügt werden soll. Dann wird durch die Betätigung der Punkte Anfang (rote Taste) oder Ende (grüne Taste) entschieden, ob es sich bei der einzufügenden Marke um eine Start- oder Endmarke handeln soll. Wie zu Beginn des Artikels beschrieben, wird ein Abschnitt erwünschten Inhalts am Anfang mit einer Start- und am Ende mit einer Endmarke eingegrenzt. Entsprechend verläuft auch das Setzen von Schnittmarken im Rahmen des manuellen Schnitts. Als Erstes wird der Cursor innerhalb der Zeitleiste an den Anfang eines Abschnitts erwünschten Inhalts bewegt. Durch Betätigen des Anfang-Punktes oder durch drücken der roten Taste wird an dem Zeitpunkt, an dem der Cursor der Zeitleiste aktuell steht, eine Startmarke eingefügt. Dann wird solange nach hinten navigiert, bis der Abschnitt erwünschten Inhalts endet (weil z.B. Werbung beginnt). An diesem Punkt wird der Ende-Punkt betätigt oder die grüne Taste gedrückt, um an diesem Zeitpunkt eine Endmarke zu setzen. Die Zeiten, an welchen eine Start- oder Endmarke gesetzt wurden, werden unterhalb der Zeitleiste angezeigt. Die gesetzte Start- und Endmarke grenzen nun eindeutig einen Bereich innerhalb der zu schneidenden Aufnahme ein, der erwünschten Inhalt darstellt. Entsprechend wird dieser Bereich nun automatisch zur Schnittliste (oben rechts) hinzugefügt. Auf diese Art und Weise können nun beliebige weitere Schnittmarken-Tupel erzeugt werden, bis alle Bereiche erwünschten Inhalts eingegrenzt wurden. Um die Schnittmarken bildgenau und komfortabel platzieren zu können, kann die Navigation innerhalb der Zeitleiste unterschiedlich (schnell) erfolgen:
Die Einstellungen bezüglich der Sprungweiten von REW/FFWD und PREVIOUS/NEXT werden im Rahmen der Konfiguration des FullTime-Plugins Videostudio MpgEdit vorgenommen. Wurden alle gewünschten Schnittmarken gesetzt, so lässt sich der eigentliche Schneidevorgang durch die Betätigung des Weiter-Punktes oder einen Druck auf die blaue Taste starten. |
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Der Fortschritt des Schneidevorgangs wird durch einen Statusbalken repräsentiert. Da Schneidevorgänge je nach Größe der zu schneidenden Aufnahme länger andauern können, besteht die Möglichkeit, den Schneidevorgang zu verbergen. Wird während des laufenden Schneidevorgangs der Verbergen-Punkt ausgewählt oder die rote Taste gedrückt, so wird der Schneidevorgang in den Hintergrund geschaltet und es erfolgt ein Sprung in das Mediencenter-Hauptmenü, von wo aus beliebige andere Dinge unternommen werden können. Um den aktuellen Status des laufenden Schneidevorgangs zu erfahren, ist lediglich wieder nach Filme -> Videos schneiden zu navigieren, woraufhin der Status, welcher zuvor verborgen wurde, eingeblendet wird. Wurde der Schneidevorgang erfolgreich abgeschlossen, ist im Rahmen eines Auswahldialoges festzulegen, wo die geschnittene Aufnahme zukünftig innerhalb der TVcentral-Oberfläche erscheinen soll. Der Auswahldialog erscheint grundsätzlich, egal ob der Schneidevorgang in den Hintergrund geschaltet wurde oder nicht. Zur Auswahl steht der Bereich Meine Aufnahmen oder der Bereich Filme A-Z. Ersteres stellt die Auflistung von getätigten Aufnahme dar, in welcher sich auch die ursprünglich zum Schnitt ausgewählte Aufnahme befindet, während Filme A-Z ein Synonym für den Archivbereich darstellt, welcher im Rahmen der Einstellungen des FullTime-Plugins Videostudio MpgEdit festgelegt wurde. Der Archivbereich ist standardmäßig auf Filme eingestellt, weshalb eine geschnittene Aufnahme bei der Dialogauswahl von Filme A-Z später unter Filme -> Filme A-Z erscheinen würde.
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